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Was bedeutet Einschaltdauer bei Schweißgeräten?

27 sep. 2021
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WAS BEDEUTET EINSCHALTDAUER BEI SCHWEISSGERÄTEN?

Die Einschaltdauer ist nichts anderes als der Prozentsatz der Zeit, die ein Inverterschweißgerät in einem bestimmten Zeitraum bei einer bestimmten Stromstärke sicher schweißen kann. Beachten Sie, dass der Arbeitszyklus immer in zehn Minuten angegeben wird.

Am Beispiel des Inverterschweißgeräts PATON VDI 200 PRO, das eine Einschaltdauer von 70 % bei einem Schweißnennstrom von 200 A hat, bedeutet dies, dass es innerhalb von 10 Minuten 7 Minuten lang mit 200 A arbeitet. In den verbleibenden 3 Minuten wird das Gerät zwangsgekühlt, d. h. es schaltet in den Leerlauf, um die Komponenten des Schweißgeräts zu kühlen.

Alle PATON Inverter-Schweißgeräte sind mit einem thermischen Überlastungsschutz ausgestattet, d.h. das Gerät schaltet sich automatisch ab, wenn die internen Komponenten eine zu hohe Temperatur erreichen – dies geschieht, um Schäden an den Komponenten durch Überhitzung zu vermeiden. Das Gerät schaltet sich wieder ein, wenn die Temperatur wieder ein sicheres Niveau erreicht hat.

Die Einschaltdauer ist kein konstanter Wert, auch wenn es sich um ein Schweißermodell handelt. Das bedeutet, dass er bei verschiedenen Stromstärken variiert. Bei höheren Stromstärken erwärmt sich die Maschine schneller und die Einschaltdauer sinkt. Bei niedrigeren Stromstärken erhöht sich die Einschaltdauer, und wenn sie auf den in den technischen Daten angegebenen Wert gesenkt wird, kann der Inverterschweißer eine so genannte kontinuierliche Einschaltdauer erreichen, so dass er ohne Zwangsunterbrechungen arbeiten kann.

Was ist der Dauerbetrieb in einem Einschaltdauer?

Die Schweißmaschine erreicht den Dauerbetrieb für den aktuellen Wert, bei dem die Einschaltdauer 100% beträgt. Mit anderen Worten: Jeder Inverterschweißer sollte sowohl eine Einschaltdauer für einen Nennschweißstrom haben, bei dem die Schweißkomponenten abkühlen müssen, als auch eine Einschaltdauer für einen Schweißstrom, bei dem es zu keinen Unterbrechungen kommt. Die oben erwähnte Inverterschweißmaschine PATON VDI 200 PRO erreicht zum Beispiel eine Einschaltdauer von 100 % bei 167 A Schweißstrom. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Schweißgerät, wenn wir mit 167A schweißen, ohne Unterbrechung der Kühlung arbeiten kann.

Je höher der Schweißnennstrom der Schweißmaschine ist, desto höher ist die Einschaltdauer nicht nur bei Nennstrom, sondern auch im Dauerbetrieb. Zum Vergleich: Das Modell VDI 250 PRO erreicht eine Einschaltdauer von 70 % bei 250 A, während das Schweißgerät im Dauerbetrieb bereits mit 208 A arbeiten kann – ohne Unterbrechung.

Wirkt sich das Schweißverfahren auf die Einschaltdauer aus?

Die drei Schweißverfahren unterscheiden sich voneinander, und aufgrund dieser Unterschiede ist die Einschaltdauer einer Maschine, wenn sie die Möglichkeit des Schweißens mit verschiedenen Verfahren kombiniert, für MMA, MIG/MAG und WIG unterschiedlich. Das sind natürlich keine großen Unterschiede, aber sie sollten bei der Auswahl eines Schweißgeräts immer berücksichtigt werden – damit die Einschaltdauer für das Schweißverfahren, das Sie am häufigsten anwenden werden, am höchsten ist. Moderne Inverterschweißgeräte, wie die PATON-Inverter der Serien VDI PRO, PSI STANDARD, PSI PRO, MFI und ADI 200 STANDARD, ermöglichen das Schweißen in allen drei Verfahren – MMA, MIG/MAG und WIG.

PATON VDI 200 PRO Schweißmaschinenzyklus für verschiedene Schweißverfahren

Der oben erwähnte Schweißinverter VDI 200 PRO hat die folgende verfahrensabhängige Einschaltdauer:

  • MMA-Methode: 70% bei 200A, 100% bei 167A
  • WIG LIFT DC: 74% bei 200A, 100% bei 176A
  • MIG/MAG-Schweißen: 72% bei 200A, 100% bei 172A

Auswahl des Schweißgeräts und Einschaltdauer

Die Einschaltdauer, vorausgesetzt, sie ist genau und nicht übertrieben, wie es oft bei billigen chinesischen Schweißgeräten der Fall ist, ist natürlich ein nützlicher Indikator dafür, wie das Schweißgerät in Bezug auf Effizienz und Produktivität abschneiden wird. Natürlich ist die Einschaltdauer einer der Parameter, die bei der Auswahl eines Schweißgeräts zu berücksichtigen sind, aber sie sollte nicht der einzige Parameter sein, den Sie bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.

Teurere Schweißgeräte haben eine höhere Einschaltdauer für Nennstrom und Dauerbetrieb. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich fragen, welchen Nennstrom Sie tatsächlich verwenden werden – wofür Sie das Schweißgerät benötigen, wie oft Sie es verwenden werden, welche Materialien Sie schweißen werden und wie intensiv. Für die meisten Anwendungen im Haushalt und in der Werkstatt ist eine Einschaltdauer von 40 % bei Strömen wie 160 A oder 200 A völlig ausreichend, um Materialien zuverlässig und produktiv zu schweißen. Das bedeutet, dass die ECO-Serie ausreicht, wenn Sie mit umhüllten Elektroden schweißen, und dass die MIG MAG PSI STANDARD-Serie für die meisten Haushalte, Bauernhöfe und Garagen ausreicht.