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MIG-Schweißen und MAG-Schweißen einfach erklärt

15 okt. 2018
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MIG-Schweißen und MAG-Schweißen

Das MIG/MAG-Schweißen ist das beliebteste und am weitesten verbreitete aller Lichtbogenschweißverfahren. Damit die Arbeit reibungslos abläuft, ist es sehr wichtig, den richtigen Schweißdraht zu wählen. Auf dem Markt gibt es viele Unternehmen, die Drähte je nach Anwendung, Durchmesser und Qualität anbieten. Prüfen Sie, was MIG/MAG-Schweißen ist und worin der Unterschied zwischen beschichteten und unbeschichteten Drähten besteht. Informieren Sie sich über diese Methode und wählen Sie die Lösung, die für Ihre Arbeit am besten geeignet ist.

Was ist MIG-Schweißen?

MIG (Metal Inert Gas) ist definiert als ein Schweißverfahren, bei dem ein chemisches (inertes) Gas als Schutzgas verwendet wird. Inerte Gase sind definiert als Gase, die nicht am Schweißprozess beteiligt sind (z. B. Argon oder Helium). Diese Methode wird am häufigsten zum Schweißen sogenannter unabhängiger Metalle und ihrer Legierungen verwendet.

Beim Mig-Schweißen wird ein Material mit Hilfe eines Lichtbogens geschweißt, der zwischen einer schmelzenden Elektrode und dem zu schweißenden Material erzeugt wird. MIG/MAG ist das am häufigsten verwendete Lichtbogenschweißverfahren. Beim Schmelzen des Materials entsteht eine Schweißnaht, bei der neben dem Draht auch Schutzgas transportiert wird, je nach gewähltem MIG- oder MAG-Verfahren.

Was ist MAG-Schweißen?

MAG (Metal Activ Gas) ist ein Schweißverfahren, bei dem das Schutzgas als chemisch aktives Gas verwendet wird. Dies bedeutet, dass die am Schweißprozess beteiligten Gase aktiv sind (z. B. Sauerstoff und Co2). MAG ist die Methode der Wahl beim Schweißen von Stahl.

Neben MIG/MAG gibt es weitere Bezeichnungen für das Schutzgasschweißen mit abschmelzender Elektrode. Dazu gehören u. a.:

  • GMAW (Gas Metal Arc Welding). Die Abkürzung für dieses Verfahren wird vor allem in den USA verwendet und ist den MIG/MAG-Verfahren gemein. Der GMAW-Prozess definiert die Verwendung von Massivdraht
  • FCAW (Flux Core Arc Welding). Bei diesem Verfahren wird anstelle von Massivdraht Fülldraht (sogenannter Pulverschweißdraht) verwendet. Wenn der Draht mit Pulver gefüllt ist, das beim Schweißen Schutzgase erzeugt, ist die Zufuhr von Schutzgas von außen (z. B. aus einer Flasche) nicht erforderlich.

MIG MAG schweißgerät – Beschreibung des Schweißverfahrens

Beim MIG-MAG-Schweißverfahren wird der Schweißdraht gleichmäßig zugeführt und schmilzt in einem Lichtbogen. Das geschmolzene Material aus dem Lichtbogen vermischt sich mit dem geschmolzenen Material und bildet ein flüssiges Schweißbad. Wenn man sich vom Lichtbogen entfernt, beginnt das geschmolzene Schweißbad zu erstarren und es entsteht eine dauerhafte Verbindung. Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Schweißpistole und die Gasdüse für die Zufuhr von Schutzgas verwendet werden, das das geschmolzene Metall vor den Elementen schützt. Der Draht selbst wird über ein Stromkabel, das von der Stromquelle ausgeht, mit Spannung versorgt. Die Spannung wird dann über eine stromdurchflossene Spitze aus Kupfer übertragen.

Jedes Schweißverfahren hat seine Vor- und Nachteile. Das MAG-Verfahren eignet sich für das Fügen von Stählen (unlegierte, niedrig- und hochlegierte Baustähle). Das MIG-Schweißverfahren wird zum Schweißen von Aluminium, Magnesium, Kupfer und unabhängigen Metallen und Legierungen verwendet. Zu den wichtigsten Vorteilen des MIG/MAG-Schweißens gehören:

  • Vielseitigkeit. Die Methode funktioniert gut bei verschiedenen Metallen und Legierungen,
  • Die Schweißproduktivität ist bei diesem Verfahren wesentlich höher als bei umhüllten Elektroden,
  • Niedrige Materialkosten. Die Schweißmaterialien sind aufgrund ihrer geringen Gesamtkosten etwa 20 % günstiger als die Kosten für das Schweißen mit umhüllten Elektroden,
  • Hochwertige Schweißnähte,
  • Das Verfahren kann vollständig mechanisiert und automatisiert werden.

Das MIG/MAG-Verfahren wird in praktisch allen Bereichen der Schweißindustrie eingesetzt. Dazu gehören die Schwerindustrie, der Schiffbau, Pipelines, Druckbehälter sowie Bau-, Reparatur- und Wartungsarbeiten.